IBAN vs. BIC/SWIFT: Wann brauchen Sie was?
Die Faustregel
- Euro + SEPA-Raum → IBAN genügt.
- Euro + Nicht-SEPA → IBAN + BIC nötig.
- Fremdwährung (auch innerhalb SEPA) → IBAN + BIC nötig.
- USA (Wire Transfer in USD) → BIC + Routing Number (ABA/Fedwire).
- UK in GBP → IBAN + BIC oder Sort Code + Account Number.
Warum der BIC im SEPA-Raum verschwand
EU-Verordnung 260/2012 verpflichtete Banken ab Februar 2014 dazu, Inlandsüberweisungen nur mit IBAN abzuwickeln, ab Februar 2016 auch grenzüberschreitende Euro-Überweisungen. Der BIC liegt seither bei den Zahlungssystemen intern in einer IBAN→BIC-Mapping-Tabelle („IBAN-only“-Prinzip).
Was auf Rechnungen stehen sollte
Eine deutsche B2C-Rechnung braucht rechtlich nur Name und IBAN des Empfängers (§ 14 UStG). Ein BIC-Eintrag ist nicht verpflichtend, aber üblich und schadet nicht.
B2B-Rechnungen mit grenzüberschreitendem Bezug sollten BIC und IBAN angeben, um Rückfragen des Buchhaltungssystems zu vermeiden.
Zusammenfassung
- Euro + SEPA-Raum: IBAN genügt, BIC ist optional.
- Fremdwährung oder Nicht-SEPA-Zahlung: BIC ist weiterhin erforderlich.
- BIC und SWIFT-Code sind identisch — nur unterschiedliche Bezeichnungen für den ISO-9362-Code.